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Samstag, 29. Februar 2020

Kostenloser ÖPNV - Luxemburg macht's!

Deutschlandradio titelt am 29.02.2020: "In Luxemburg sind Staus und Baustellen an der Tagesordnung. Deshalb ist der öffentliche Nahverkehr ab heute kostenlos." - damit ist dieses Land weltweit das erste Land mit einem kostenlosen Nahverkehr! Aber ist das mit den Staus nicht auch in Stuttgart und anderen Städten so? Braucht es einen Schalttag um das zu erkennen?

 (c) dpa / Picture Alliance
Offensichtlich sieht der deutsche Städtetag im kostenlosen Nahverkehr eine Möglichkeit den öffentlichen Personennahverkehr zu stärken: "Ein Gratis-Angebot könne sicherlich auch in Deutschland einer der zukünftigen Schritte sein. Allein damit sei die Verkehrswende aber noch nicht geschafft. Man müsse weg von der autogerechten Stadt hin zu einer Stadt, die für die Menschen gemacht sei – mit Vorrang für Radverkehr, Fußgängerverkehr und ÖPNV." In Stuttgart wird aktuell noch über die Sinnhaftigkeit der anstehenden Tarifanpassung bei dem VVS diskutiert, ob die neue Tarifzoneneinteilung zu dem gewünschten Anstieg von Fahrgästen geführt hat und wie man  überhaupt den weiteren Netzausbau finanzieren könne ...


Irgendwie hat man solche Probleme in Luxemburg doch sicher auch gelöst?

Kleines Detail am Rande: Mit etwa 630000 Einwohnern hat Luxemburg ziemlich genau die gleiche Einwohnerzahl wie Stuttgart ... sollte sich also vergleichen lassen - oder wo ist (m)ein Denkfehler?

[mc]

Mutmacher

Mutmacher 14 (29.02.2020)
Höchste Eisenbahn für einen neuen Mutmacher - dieses Mal zum Thema "Coffe-to-go"-Becher. Wir hatten in einem früheren Beitrag bereits über die ReCup-Becher berichtet (siehe hier), die seit vergangenen Herbst auch in Stuttgart eingeführt wurden. Nun meldet die Stuttgarter Zeitung, dass mittlerweile in "mehr als 100 Cafés, Bäckereien und anderen Gastronomiebetrieben" diese Becher verwendet werden. "Nach vier Monaten zieht die Wirtschaftsförderung nun eine erste Bilanz: „Wir sind mit der bisherigen Entwicklung des Mehrweg-Pfandbechers sehr zufrieden“ ... Einen so gelungenen Start habe sein Unternehmen (ReCup) bisher noch in keiner Stadt gehabt. ... Die Kunden würden meistens auch mit ihrem eigenen Becher kommen und ihn auffüllen lassen. In der Kaffeebar an der Rotebühlstraße gibt es allerdings keine Papp- und andere Einwegbecher. „Bei uns sind die Leute definitiv für die Mehrwegbecher.“" - na, geht doch! :-)

"It's your choice!"

[mc]


Mutmacher 12 + 13 (10.10.2019)
Es gibt viele Forscher, die an Materialien arbeiten, die umwelt- und damit menschenverträglich sind. Gerade beim Thema Plastik ist der Forschungsbedarf groß, wenn man bedenkt, dass in der Luft, die uns umgibt, mittlerweile eine enorme Menge an nicht abbaubarem Mikroplastik kreist - ganz abgesehen von dem Mikroplastik in den Meeren etc.
U.a. folgende Filme beschäftigen sich mit Ansätzen zur Lösung, die beachtenswert sind:
TerraX - Umweltfreundliches Plastik aus Bio-Abfall?
Leschs Kosmos - Die Plastikbombe: Wege aus der Plastikkrise
[cc]


Mutmacher 11 (07.10.19)
Nach langer Pause mal wieder Zeit für einen Mutmacher. Am Wochenende beim Radeln durch die Eberhardstraße entdeckt. Ein neuer Radständer der allzu deutlich den unterschiedlichen Flächenbedarf für 10 parkende Fahrräder im Vergleich zu einem parkenden Auto zeigt. Dem ist nicht viel hinzuzufügen: Lasst Bilder (und Taten!) sprechen! [mc]



Montag, 24. Februar 2020

snappcar - Carsharing privat?!

Neulich hatte ich ein Gespräch mit einem befreundeten Architekten. Wir hatten uns zufällig im Zug getroffen und waren gemeinsam auf der Heimreise. Es ging um neue Bauprojekte, Quartiersviertel und neue Konzepte für diese Viertel: gemeinsam genutzte Räume, gemeinsame Wärmeversorgung usw. Die Frage war - kann man etwas davon nicht auch in bestehenden Nachbarschaften realisieren?

Wir kamen auf das Thema Carsharing - nicht neu und in Stuttgart vor allem auch durch das stadtmobil recht gut etabliert. Dennoch, die Hemmschwelle ist hoch, sein eigenes Auto abzuschaffen. Auch wir selber haben noch eins, das steht aber wirklich sehr oft einfach nur auf seinem Stellplatz herum. Wunsch wäre doch, man hätte ein "eigenes" Carsharing-Auto, im Idealfall quasi direkt vor der Tür und nur ein paar wenige Nutzer hätten Zugriff auf dieses Fahrzeug. Geht das?

Eher zufällig habe ich dann im Netz mal nach 'Carsharing privat' gesucht und bin auf die Seite snappcar.de gestoßen. Eine Initiative, in der man sein privates Fahrzeug als Carsharing Fahrzeug anbieten kann. Das Motto der Initiative:

Unsere Mission für 2022: 5 Millionen weniger Autos in Europa 

Hoffentlich keine Mission impossible! Und vielleicht ein erster Schritt, das eigene "Steh"-zeug zukünftig etwas nachhaltiger zu nutzen? Man teilt und behält dennoch bevorzugten Zugriff darauf.


https://www.snappcar.de/

Ob da jemand von euch Leserinnen und Lesern schon Erfahrungen damit gemacht hat? Wir freuen uns auf Kommentare hier!

[mc]

Dienstag, 22. Oktober 2019

Klima und Geldbeutel

Ein klimafreundliches Leben ist eine Frage des Geldes - das ist der Titel eines Beitrags in der SZ.

Der lesenswerte Artikel beschäftigt sich mit unserer Realität: Je mehr der Mensch verdient, desto mehr konsumiert er. Dieser Überfluss belastet das Klima massiv, selbst wenn die "Besserverdiener" Wert auf Ökostrom, regionale Bioprodukte etc. legen.

Es ist also u.a. der übermäßige Konsum, der eine schlechte Ökobilanz produziert. Für Klima und soziale Gerechtigkeit muss der Konsum also nicht weiter steigen, die Wirtschaft nicht weiter wachsen, sondern ....
Eine bittere Erkenntnis.

Im SZ- Artikel werden fiktive Haushalte mit dem Verbrauch des "Durchschnittsdeutschen" verglichen. Legt man aber den ökologischen Fußabdruck zu Grunde (z.B. bei Brot für die Welt), erkennt man, dass schon ein durchschnittlicher Mensch in Deutschland viel zu viel verbraucht; der Balken, der im Verhältnis zum "Besserverdiener" klein wirkt, ist im Vergleich zu Menschen in ärmeren Ländern immer noch riesig und mehr, als unsere Erde verkraften kann.

Es gibt noch viel zu tun - und wir brauchen dringend Menschen an entscheidenden Stellen, die das laut genug thematisieren!
(cc)

Mittwoch, 18. September 2019

IAA Frankfurt: Autolobby verbietet Gegnern den Mund


https://www.facebook.com/notes/oberb%C3%BCrgermeister-peter-feldmann/die-nicht-gehaltene-rede-zur-iaa-2019/3223888634289738/

Nun ist es also (wieder einmal) passiert: Die Autolobby hat versucht, einen unliebsamen Redner zum Schweigen zu bringen.
Nachdem der Frankfurter OB offensichtlich zunächst als Redner vorgesehen war, wurde er 10 Tage vor der Eröffnung "kaltgestellt". Seine Rede war nicht erwünscht - Begründung: Zeitmangel.

Der OB, erklärter Gegner des "immer größer, immer schneller, immer mehr", wollte an die Vernunft und die Verantwortung der Hersteller appellieren. Da er mündlich keine Gelegenheit dazu hatte, hat er seine Rede auf facebook veröffentlicht.

Die Verantwortlichen kannten den Inhalt nicht, werden ihn aber wohl erahnt haben ...

Kanzlerin Merkel hat übrigens ihre Rede natürlich - und nicht zum Missfallen der Automobillobby - gehalten.

(cc)

Montag, 16. September 2019

"Muss Klimapolitik radikal sein?"

... das war das Thema der ARD Talkshow mit Anne Will vom 15.9. - gerne verweisen wir auf diese angeregte Diskussion unter Beteiligung von

  • Marion Tiemann, Greenpeace Deutschland
  • Elisabeth Raether, Co-Leiterin des Politikressorts der "Zeit"
  • Stefan Wolf, Vorstandsvorsitzender der ElringKlinger AG und Vorstandsmitglieds des Verbandes der Automobilindustrie
  • Cem Özdemir (Grüne), Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag
  • Andreas Scheuer (CSU), Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur
(c) ARD
Die gesamte Sendung kann hier nachgeschaut werden. 



[mc]

Sonntag, 8. September 2019

Ökologischer Stadtrundgang in Stuttgart

Herzliche Einladung zu einem Rundgang in Stuttgart:


                                         (Quelle: Kontext-Wochenzeitung 22.5.2019)

Welt retten in Stuttgart

Ein Stadtrundgang zu Stadtökologie, Nachhaltigkeit und Bewahren der Schöpfung

DO 19.09.19, 17:30 – 19:30 Uhr

Bernd Möbs, Literatur- und Stadtführer
Treffpunkt: Eingang der Leonhardskirche, Leonhardsplatz
5,00 € (wird gespendet)
Der Schöpfung geht es nicht gut. Eile ist geboten. Und vor allem in Großstädten sind grüne, nachhaltige und ökologische Initiativen nötig, um das Leben in einer Großstadt weiter lebenswert zu machen. Dabei wird in Stuttgart schon viel getan! Auf einem Stadtrundgang erfahren die Teilnehmer/innen von Menschen und Aktionen in Stuttgart, wie man auf lokaler Ebene etwas für eine nachhaltige und schöpfungsbewahrende Lebensweise tun kann. Ob Urban Gardening, Food Sharing, moderne Mobilität mit Rad und Elektrofahrzeugen, ob “Foodsharing”, nachhaltige Kosmetik oder Modedesign mit wiederbelebten Textilien. Wir sprechen mit Menschen aus verschiedenen Initiativen, mit Stadträt/innen und tauschen uns aus und vernetzen uns. Es macht Spaß und Freude, Dinge zu ändern, vor allem mit anderen zusammen, dazu will dieser Rundgang einladen.

Keine Anmeldung erforderlich.

[bm]


Freitag, 6. September 2019

Geht doch! - alternative Verkehrskonzepte in 4 Bildern

Sebastian Pufpaff, Comedian des ZDF diskutiert die klassischen Verkehrsprobleme und findet eine bestechende Lösung für den Innenstadtverkehr - eine Geschichte, erzählt in vier Bildern:
(Quelle ZDF, Sebastian Pufpaff)

So sieht es in unseren Straßen normalerweise aus ... (Quelle: ZDF)
 
... und das sind die Menschen in diesen Autos.  (Quelle: ZDF)
... Hier sind die gleichen Menschen zusammgerückt an einem Platz ... (Quelle: ZDF)

... und so sähe es aus, wenn man eine Art Auto drumherum bauen würde ... (Quelle: ZDF)


Das originale Video dieses Beitrags findet sich hier (siehe zwischen 1:10min - 3:00min). Es handelt sich um einen Ausschnitt aus der ZDF-Sendung "Geht doch!" vom 21. Mai 2019.


[mc]

Freitag, 26. Juli 2019

In Großstädten führen 40-50 % der Autofahrten über eine Strecke von weniger als fünf Kilometer Länge. 

                                        Radfahren in der Stadt: kein Lärm, kein Abgase und Fitness! Quelle: Spiegel Online, 12.8.17

Juli 2019 in Deutschland. Hitzerekorde allenthalben. Die Hitze brütet über Stuttgart, ich fahre heute mal nicht Fahrrad, sondern gehe zu Fuß und schaue mir die Autofahrer an, die durch die Stadt fahren. Meine Vermutung ist, dass alle auch dann noch mit dem Auto herumfahren, wenn wir hier 50 Grad im Schatten haben. Ist doch egal, mein SUV hat eine Klimaanlage! 

Das Umweltbundesamt hat schon 2016 in einem Artikel die Vorteile des Fahradfahrens in der Stadt aufgelistet. Und Fahrten mit dem Auto sind durchaus durch das Fahrad zu ersetzen, denn  40 - 50% der Autofahrten in Städten führen bloß über eine Strecke von weniger als 5 Kilometern.
Weitere Vorteile des Radfahrens:
  • Unter 5 km ist das Fahrrad in Städten sogar das schnellste Verkehrsmittel 
  • Zu Fuß gehen oder Rad fahren bringt nicht nur einen enormen persönlichen Zugewinn an Fitness und Wohlbefinden, sondern lässt sich darüber hinaus auch hervorragend in den Alltag integrieren.
  • Rad fahren ist Mobilität ohne schädigende Klimagase. Es spart Platz und ist geräuscharm. Deutschland hat sich verpflichtet, bis 2020 seine Treibhausgas-Emissionen gegenüber dem Jahr 1990 um 40 Prozent zu mindern. 
  • Wer jedoch mit dem Fahrrad unterwegs ist, kann sparen! Die Nutzungskosten eines Fahrrades liegen bei rund 10 Cent je zurückgelegtem Kilometer. Ein durchschnittlich genutzter Mittelklassewagen verursacht 30-60 Cent Kosten je gefahrenem Kilometer. (bm)

Samstag, 22. Juni 2019

B'n'Tree: Ecosia für Reisende

Ein aufmerksamer Leser unseres Blogs hat uns auf Folgendes aufmerksam gemacht: In einem früheren Beitrag hatten wir auf die Suchmaschine Ecosia aufmerksam gemacht, bei der für jeden Interentsuchvorgang ein gewisser Betrag zur Wiederaufforstung unserer Erde gespendet wird. Ähnliches gibt es auch für das Buchen von Reisen: B'n'Tree = You travel, we tree. For free!

https://bedandtree.com/de/start/


Unser Leser schreibt dazu: "B'n'Tree ist sehr ähnlich wie Ecosia - nur für Reisen. Für alle Buchungen, welche auf bedandtree.com beginnen, wird ein Baum gepflanzt - ohne Mehrkosten für die Nutzer.
Ebenso wie Ecosia bedient sich B'n'Tree zur Umsetzung mehrerer Partnerschaften, in diesem Fall mit den weltgrößten Buchungsplattformen. Diese inkludieren Booking, TripAdvisor, Skyscanner, Expedia, HRS und einige mehr. Gerade heute hat auch Best Western Hotels & Resorts seine Kooperation mit B'n'Tree bekannt gegeben.
Bislang sind so bereits über 75,000 Bäume entstanden. Bäume schaffen Lebensraum für bedrohte Tierarten, bekämpfen den Klimawandel und schaffen Arbeitsplätze für lokale Kommunen. Drei guten Taten - mit nur einem Mausklick."

Das geben wir doch gern an alle Interessierten weiter. Auf diese Art können wir unser ökologisches Reisen noch ein wenig besser machen!

[mc]






Mittwoch, 15. Mai 2019

Stadtradeln

Am Samstag, 18.5. beginnt nun die Aktion Stadtradeln (s.u.)!

Gleichzeitig finden am 18. + 19. Mai die 14. Stuttgarter Fahr Rad Aktionstage auf dem Schlossplatz mit einer großen Sternfahrt am Sonntag statt. Das Wetter wird schön - also: In den Sattel und mitmachen?!

Hier ein Hinweis auf eine Initiative das Rad als Verkehrsmittel auch in den Kommunen noch präsenter zu machen.


Schaut mal unter stadtradeln.de, dort beteiligt sich auch die Kommune Stuttgart, siehe hier. Es gibt verschiedene Teams, dort kann man sich als Teilnehmer-/in registrieren. Vielleicht gibt es für eure Firma noch kein Team, dann ruft es doch einfach als neues Team ins Leben!

Im Zeitraum vom 18.5. - 7.6.2019 trägt dann jeder Radler seine gefahrenen Radkilometer ein und am Schluss wird dann die Kommune mit den meisten gefahrenen Radkilometern ausgezeichnet. Dient der Sache, also in die Pedale!

Natürlich verweisen wir in diesem Zusammenhang auch gern auf die monatliche Critical Mass Radfahrer-Demonstration - immer am ersten Freitag im Monat, ab 18:30 h.

Freitag, 10. Mai 2019

Geiz ist geil - oder: Muss das sein?

Ist so was wirklich noch zeitgemäß? Man bedenke, dass 50% des weltweiten Flugaufkommens privater Natur sind! Nur 35% sind beruflich bedingte Flüge.

Ganzseitige Anzeige in der Stuttgarter Zeitung vom 9.5.19

Gleichzeitig beschließt der Flughafen Stuttgart zwar eine neue Gebührenordnung, die laute und abgasintensive Flugzeuge höher besteuern soll, Billigflieger allerdings, die für die Masse an Fluggästen sorgen, werden nicht sanktioniert!
Hier bleibt wohl nur noch die Abstimmung mit den Füßen, im wahrsten Sinne des Wortes ...

Zu dieser Thematik passt wunderbar der Beitrag in der aktuellen Ausgabe von Odysso (SWR) zum Thema "Klimaverträglich in den Urlaub". Nachzulesen und zu sehen hier. Den in diesem kurzen Bericht erwähnten CO2-Emissionsrechner verlinken wir hier gern. Dieser Rechner vergleicht die verschiedenen Emissionen der unterschiedlichen Verkehrsträger für eine konkrete Reiseverbindung (unter Berücksichtigung der aktuellen Verbindungsdaten!).
[mc]

Donnerstag, 9. Mai 2019

Die Klimaretten-Challenge ...

... im ZDF: Auch mal wieder zufällig gefunden:

Die Klimaretter - Wer spart, gewinnt!

Die spannende Familien-Challenge "Die Klimaretter – Wer spart, gewinnt!" zeigt, dass jeder in seinem Alltag kleine Dinge verändern kann, um den CO2-Ausstoß zu verringern. Drei Berliner Familien treten im Wettbewerb gegeneinander an, um kurz- und langfristig etwas Gutes für die Umwelt zu tun: Welche Familie prozentual am meisten CO2 einspart, gewinnt eine klimaschonende Familienreise.

© 2016 ZDF

In insgesamt 8 kurzen Folgen werden unterschiedliche Aspekte beleuchtet, unter anderem:


Genau unsere Themen. Die Serie wurde für das ZDF-Kinderprogramm produziert, eignet sich also wunderbar für gemeinsame (verregnete) Familienfernsehnachmittage.

Hier sind alle Folgen der Serie online abrufbar. Interessant ist, dass diese Serie bereits 2016 produziert und im Sommer 2017 erstausgestrahlt wurde. Und hier in der Pressemappe noch weitere Hintergrundinformationen zur Serie. [mc]

Donnerstag, 25. April 2019

Nachhaltig leben kann Spaß machen ...

.. so lautet der Titel der aktuellen Serie in der Stuttgarter Zeitung, in der es speziell um "praktischen Klimaschutz" geht - genau unser Thema. Heute gab es im Rahmen der Serie einen "Erfahrungsbericht" über verpackungsfreies Einkaufen in regulären Geschäften und an Marktständen. Das hat mich so begeistert, dass ich das gern auch hier im Blog mitteilen möchte, auch wenn wir eigentlich nach den "aktiven" 40 Tagen den Blog nicht mehr bestücken wollten. Aber diese Serie ist definitiv einen Eintrag wert!

Einziges Problem: Die Beiträge sind leider nur im kostenpflichtigen online Angebot der StZ abrufbar, siehe hier:

Freitag, 19. April 2019

Nach-Denk-Wort zur Urlaubsplanung

Ein paar persönliche Gedanken von unserer Reiseexpertin Theresa,  was die Urlaubsplanung und vor allem Flugreisen betrifft. Jetzt an Ostern denkt der ein oder die andere vielleicht an Urlaubsplanung? Passt auch gut zu den Gedanken von gestern ...


"Ich wurde gefragt, was ich davon halte bei Flugreisen einen gewissen Obolus zu zahlen, mit dem Projekte unterstützt werden, die den CO2-Ausstoß, den ich durch beispielsweise Flugreisen verursacht habe, zu kompensieren?  Ich finde es generell gut, wenn Projekte zu erneuerbaren Energien oder Umweltbildung unterstützt werden. Dennoch riechen für mich finanzielle Kompensationen von CO2 eher nach einer „Gewissens-Wäsche“. Wenn ich nach Argentinien fliege und vermutlich auch wieder zurückkommen möchte, dann werden dafür laut atmosfair knapp 10.000 kg CO2  ausgestoßen. (https://www.atmosfair.de/de/kompensieren/flug). 


Ebenso laut atmosfair beträgt die Menge an CO2-Emission, die eine Person verursachen darf ohne dass es dem Klima schadet rund 2.300 kg pro Jahr. Das bedeutet für mich, dass ich nach einer Argentinienflugreise 4,3 Jahre kein C02 mehr ausstoßen darf um wieder C02-neutral zu sein. Das werde ich nicht schaffen, auch wenn ich dafür 250 € zahle. Deshalb ziehe ich die Konsequenz daraus, nicht mehr zu fliegen. 

Was aber wenn ich das Gefühl habe, dass die Gesellschaft, die Arbeit, die Schulklasse dazu zwingt? Ich denke spätestens hier wird es Zeit sich damit auseinanderzusetzen, zu was ich tatsächlich gezwungen bin und was ich doch freiwillig mache. Will ich für einen Arbeitgeber arbeiten, der mich unter Druck setzt, das Flugzeug zu verwenden, wenn es eigentlich nicht meiner Überzeugung entspricht? Gäbe es nicht einen anderen Job den ich machen könnte? Finden mich meine Freunde nicht mehr cool, wenn ich nicht zum Austausch nach Amerika gehe, wie „man“ das heutzutage macht?


Nun gut, aber manchmal will man ja auch fliegen. Ich habe Freunde auf Teneriffa und ich freue mich sehr darauf sie nächstes Jahr wieder besuchen zu gehen. Ich werde fliegen. 1.486 Kg C02.  So viel, wie ich etwa in 7 Monaten verursachen dürfte. Wie werde ich das kompensieren? Vielleicht werde ich meinen Konsum von tierischen Lebensmitteln noch stärker einschränken oder nur noch Lebensmittel die in Baden-Württemberg produziert wurden essen? Auf Kaffee verzichten?  Vielleicht werde ich ein Jahr lang kein Auto betreten? Vielleicht werde ich die kommenden Jahre gar nicht in Urlaub gehen? 

Alle diese Entscheidungen betreffen auch meine engste Familie. Wir werden also gemeinsam eine Lösung finden.  CO2-Ausstoß finanziell zu kompensieren ist sicherlich eine Möglichkeit, aber garantiert nicht die einzige."

Donnerstag, 18. April 2019

Flugscham - Plastikscham?

Was haben wir nicht schon alles für Informationen bekommen. Vieles läuft falsch, bei uns, bei anderen, in der Politik.
Es ist einfach zum Verzweifeln.
Ist es wirklich zum Verzweifeln?
Zumindest machen sich immer mehr Menschen auf den Weg. Mobilität, Ernährung, Umwelt sind Themen, die immer weiter ins Bewusstsein rücken.
Müssen wir uns schämen, wenn wir doch wieder eine Plastiktüte verwenden oder es unser Libeblingsgebäck nicht unverpackt gibt, wir aber nicht darauf verzichten wollen?
Wie sieht es mit der überflüssigen Mobilität aus - der Flug in den Urlaub, die Autofahrt zum Wochenendausflug - sind auch das Dinge, die bei uns ein schlechtes Gewissen hervorrufen sollten?

Ich denke, dass ein "reines" Gewissen nicht gut ist. Es führt dazu, dass man bequem wird, sich nicht weiter verbessern will. Und weiter verbessern möchte ich mich auf jeden Fall! Von daher ist es sicher gut und hilfreich, wenn mich manchmal das "schlechte Gewissen" drückt und mich so auffordert, neu zu denken, andere Wege zu suchen, Lösungen zu finden. Es läuft vieles falsch, aber eben auch einiges richtig - und diesen Weg möchte ich weitergehen, aus "einiges" eben "mehr" machen.

(c) Anne-Marie Bonneau, zerowastechef.com
Mit einem ähnlichen Thema befasst sich Hatice Akyün im Tagesspiegel: "Von kollektiver Scham und eigener Verantwortung" - Urlaub in Zeiten des Klimawandels.

Auch in der Stuttgarter Zeitung findet sich heute (18.04.) ein Kommentar von Andreas Müller: "Ohne Flugscham" auf Seite 3. Die Stoßrichtung ist etwas anders, die Schweden mit ihrer "Flugscham" werden als Vorbild gesehen - Flugscham als Motor, Antrieb zur Veränderung. Dieser Artikel ist leider noch nicht online.

Sonntag, 14. April 2019

Auto stilllegen - Reaktion auf einen Leserbrief in der StZ


Auto stilllegen (Bezieht sich einen Leserbrief, veröffentlicht am 6./7. April in der StZ. Der Leserbrief bezog sich vor allem auf die Studie zum Autonomen Fahren im Öffentlichen Verkehr). 

Der Leserbrief hat mich entsetzt; ich habe der STZ darauf die folgende Antwort geschrieben, die leider nicht veröffentlicht wurde.
Anschreiben: "Die Ignoranz und Kurzsichtigkeit, die aus solchen Briefen spricht, finde ich unglaublich erschreckend - es wäre schön, wenn auch die STZ in dieser Hinsicht deutlich mehr Aufklärungsarbeit leisten könnte.
Ihren Kommentar zu den "hellwachen und streitbaren Schülern" möchte ich da lobend hervorheben - ansonsten wird dieses wichtige Thema (fridays for future) aber allzu oft auf die Frage nach Schulschwänzern reduziert, was der Idee in keiner Weise gerecht wird.
Der Bericht über die große Schülerdemo war sehr übersichtlich (ein großes Bild, wenig Text); die deutlich kleineren Dieseldemos dagegen erhalten regelmäßig viel Platz in Ihrer Zeitung. Die Autohersteller freut das sicherlich - endlich wird von ihnen abgelenkt, die Menschen demonstrieren ja nicht vor ihrer Haustür, wo der Protest eigentlich hingehört ..."


Der Ton ist gereizt. Ein Leser fordert in seinem Leserbrief alle Grünen zur Stilllegung ihrer Autos auf, was auf einen Schlag die Luft in Stuttgart verbessern würde.
Der Vorschlag scheint zunächst nachvollziehbar, zeigt aber deutlich, wie sehr die Diskussion doch auseinander geht.
Da gibt es die eine Seite, die versucht, etwas für das Klima zu tun und die es wagt, Forderungen zu stellen. Diese Seite ist sicher nicht komplett mit einem grünen Parteibuch ausgestattet. Ich kenne viele Menschen, die auf sehr unterschiedliche Art versuchen, etwas für das Gesamtklima zu tun. Der Verzicht auf den Privat-PKW ist ein Bereich, ein anderer ist Ernährung, wieder ein anderer Müllvermeidung und, damit einhergehend, der bewusste Verzicht auf überflüssigen Konsum. Wir haben also schon viele Menschen, auch und gerade hier in Stuttgart, die beispielhaft vorangehen!
Auf der anderen Seite finden sich die, die lieber nicht nachdenken wollen, was mit unserer Lebensweise einhergeht. Es könnte ja etwas weniger bequem werden, man müsste sich eingestehen, nicht alles richtig gemacht zu haben, wenn man mal wirklich nachdenkt. Diese Menschen fühlen sich, so wie offensichtlich der Autor des Leserbriefes, gegängelt oder an einem wunden Punkt erwischt, den man lieber nicht ins Auge fassen möchte.
Unsere Generation, das sage ich als jemand, der statistisch gesehen knappmehr als die Hälfte seines Lebens gelebt hat, ist verantwortlich dafür, dass wir unsere Erde mit gutem Gewissen in die Hände der nächsten Generationen legen können. Generationen vor uns hatten diese Verantwortung auch. Lange nicht alle sind dieser Verantwortung nachgekommen, vieles ist schief gelaufen. Das ist aber kein Freibrief für uns heute: Mit unseren Erfahrungen, Erkenntnissen und Werten haben wir Möglichkeiten, die die Generationen vor uns nicht besaßen. Wir zerstören wissentlich die Erde, die wir eigentlich als Leihgabe der kommenden Generationen betrachten müssen. Keiner von uns hat da das Recht, mit dem Finger auf andere zu zeigen. JEDE/R muss beginnen, etwas zu tun - auch das hat mit Generationengerechtigkeit zu tun. Vor diesem Hintergrund gilt mein großer Respekt auch den Menschen im Rentenalter, die sich für viele lohnenswerte Ziele engagiert einsetzen und nicht in Bequemlichkeit verharren und davon ausgehen, dass „es“ für sie schon noch passen wird.

Freitag, 12. April 2019

Mobilitätsverhalten - Gewissenserforschung

Die Vorbereitung auf Ostern ist auch immer eine Zeit, sein bisheriges Tun zu überdenken, sein Gewissen zu erforschen. Unsere Verkehrsexpertin Theresa hat uns einen kleinen Fragebogen erarbeitet, den wir hier gern veröffentlichen. Er kann Hilfe dafür sein, sein persönliches bisheriges Mobilitätsverhalten zu hinterfragen:

Fußverkehr: Gehst du gerne eine Stunde spazieren?

  • Warum fühlt es sich lange für dich an, wenn du eine Stunde zur Arbeit laufen müsstest?
  • Welche Strecke bist du maximal bereit zu Fuß zu gehen?

Gesundheit: Welchen Einfluss hat der Verkehr auf dein eigenes Wohlbefinden? Gehst du ins Fitnessstudio?

  • Wärst du bereit Geld zu zahlen um mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu dürfen?
  • Wie fühlt es sich für dich an mit dem PKW (in Stuttgart) unterwegs zu sein?

Urlaub: Wohin hast du deine letzten fünf Urlaube gemacht? Wie bist dort hingereist? Wie viel Zeit hast du für die Hin- und Rückfahrt in Kauf genommen?

  • Was bedeutet für dich Urlaub?
  • Kannst du dir vorstellen einen Radurlaub zu machen anstatt mit dem Flugzeug zu fliegen? Wieso oder Wieso nicht?

Hobbies: Addiere erst alle Strecken, die du zum Arbeiten fährst und dann die um zu deinen "Hobbies" zu gelangen.

  • Welche Strecke ist länger? 
  • Könntest du dein Hobby auch in der fußläufigen Umgebung erreichen?

Einkaufen: Wo gehst du einkaufen?

  • Wo kommen deine Lebensmittel her? 
  • Welcher "Magen" deiner Mitbewohner oder Familie war heute am weitesten unterwegs?
  • Wo werden deine Klamotten produziert? Recherchiere doch mal ein bisschen.

Arbeiten: Wie weit würdest du zum Arbeiten pendeln?

  • Bist du bereit deinen Arbeits- oder Wohnort zu wechseln um weniger pendeln zu müssen?

Beziehungen: Welche Kontakte zu welchen Personen sind dir wichtig?

  • Wie weit und wie oft reist du um Freunde und Familie zu besuchen?

Mittwoch, 10. April 2019

StZ: Studie zur Mobilitätswende

In der StZ vom 4.4. wird wieder einmal über die Fahrverbote für Dieselfahrzeuge diskutiert. Auslöser ist eine von den Grünen-Fraktionen in Bund und Ländern beauftragte Studie über "Autonomes Fahren im öffentlichen Verkehr". Ein wesentliches Ergebnis der Studie ist wie folgt: "Kerngedanke einer Verkehrswende ist, dass sich der individuelle Verkehrswunsch vom Eigentum an einem Fahrzeug löst und durch die Nutzung eines vielfältigen Fahrzeugparks ersetzt wird."  Eine neues Mobilitätsverhalten durch Kombination von verschiedenen Verkehrsträgern würde dazu führen, dass sich "die Zahl der Kfz in Großstädten von derzeit 500 auf 150 pro tausend Einwohner reduzieren" lasse. Der komplette Beitrag der StZ kann online hier nachgelesen werden.

Die im Landtag anschließend geführte kontroverse Debatte zeigt die verkrusteten Haltungen vieler Parteien, wenn es darum geht durchgreifende, den Einzelnen betreffende Maßnahmen wie hier z.B. die Verkehrswende im Sinne der Umwelt durchzusetzen. Wir hatten das im Zusammenhang mit der  Weizsäcker-Veranstaltung auch thematisiert.
Ein in der Printausgabe der gleichen Ausgabe der StZ veröffentlichter Kommentar von R. Ruf kommentiert wie folgt: "Die Verkehrswende ist nicht nur eine technische und organisatorische Herausforderung, sie betrifft auch Lebensgefühl und kulturellen Habitus. Wenn die Grünen dabei vorausdenken, während die anderen hinterherjammern, wird sich das auszahlen."

Es macht sicher Sinn, wenn wir in dieser Richtung weiter aktiv bleiben!

Ergänzung vom 9.4.19: Diese Sache hat mich so bewegt, dass ich den Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Landtag direkt angeschrieben habe. Ich habe prompt eine Antwort bekommen mit dem Link zum Volltext der Studie:  Autonomes Fahren im öffentlichen Verkehr. Nun kann sich jede/r ein eigenes Bild von dieser Studie machen. Zur weiteren Erläuterung hier noch der Begleittext.


Dienstag, 19. März 2019

Beste Politsatire ever - Die Anstalt (ZDF)

Unser Programm für den heutigen Abend - Die Anstalt vom 12. März 2019 mit Max Uthoff und Claus von Wagner. Wie die Faust auf's Auge für unsere aktuelle Klimafastenaktion! Eine knappe Stunde Politsatire auf höchstem Niveau. Mit Autolobby, Fridays for Future, Dieselskandal, Grenzwertdiskussionen, Verkehrsminister, Lungenfachärzten ...
Gerne brechen wir eine weitere Lanze für das Öffentlich-Rechtliche Fernsehen. Must see - jederzeit in der ZDF-Mediathek abrufbar!

Zwetschges Eleven 4 (Die Anstalt vom 12.3.19)          (c) ZDF