Donnerstag, 17. Oktober 2019

Plastik - Werkstoff mit oder ohne Zukunft?

Aktuell läuft in Düsseldorf die Messe der Plastikindustrie, genannt "K" - also die Fachmesse der Kunststoffhersteller. Dass diese den Werkstoff Plastik mit anderen Augen sehen, ist selbstverständlich. Ich halte es aber dennoch für wichtig, deren Standpunkte zu kennen und darf in diesem Zusammenhang auf zwei Artikel verweisen
 
(c) Handelsblatt

Dazu die Grafik aus dem Handelsblatt mit dem prognostizieren Plastikverbrauch weltweit. Demnach könnte sich der Plastikbedarf bis 2030 quasi verdoppeln! Die Lösung der Hersteller: Recycling ... aber keine Regulierung seitens des Staates.

[mc]

Sonntag, 13. Oktober 2019

Nur ein Bild - Recup ist in der Stadt

Nur ein Bild - aufgenommen in einer Hochland Holanka Bar in Sindelfingen - man könnte es auch mit "schlecht - besser - gut" überschreiben? Der neue Pfandbecher vom Recup-System, das vor kurzem auch in Stuttgart eingeführt wurde, mit aktuell 50 teilnehmenden Partnern. Daneben der alten Wegwerf-Becher für den Coffee-to-go. Mein persönlicher Favorit ist und bleibt aber die gute alte Porzellantasse für den Coffee-to-stay! So viel Zeit kann sein ...


Weitere Informationen zu Recup und Recup in Stuttgart finden sich hier und hier.

[mc]

Donnerstag, 10. Oktober 2019

Mutmacher


Mutmacher 12 + 13 (10.10.2019)
Es gibt viele Forscher, die an Materialien arbeiten, die umwelt- und damit menschenverträglich sind. Gerade beim Thema Plastik ist der Forschungsbedarf groß, wenn man bedenkt, dass in der Luft, die uns umgibt, mittlerweile eine enorme Menge an nicht abbaubarem Mikroplastik kreist - ganz abgesehen von dem Mikroplastik in den Meeren etc.
U.a. folgende Filme beschäftigen sich mit Ansätzen zur Lösung, die beachtenswert sind:
TerraX - Umweltfreundliches Plastik aus Bio-Abfall?
Leschs Kosmos - Die Plastikbombe: Wege aus der Plastikkrise
[cc]


Mutmacher 11 (07.10.19)
Nach langer Pause mal wieder Zeit für einen Mutmacher. Am Wochenende beim Radeln durch die Eberhardstraße entdeckt. Ein neuer Radständer der allzu deutlich den unterschiedlichen Flächenbedarf für 10 parkende Fahrräder im Vergleich zu einem parkenden Auto zeigt. Dem ist nicht viel hinzuzufügen: Lasst Bilder (und Taten!) sprechen! [mc]



Mutmacher 10 (10.5.19)
Die Firma Bosch, als einer der weltgrößten Autozulieferer (!), will bis 2020 (!!) klimaneutral werden. Lt. Meldung in der Presse sollen die über 400 Betriebsstandorte von Bosch weltweit keinen CO2-Fußabdruck mehr hinterlassen. "Bosch tut dies als eines der ersten großen Industrieunternehmen weltweit. Kurzfristig wolle der Konzern mehr Ökostrom zukaufen und unvermeidbare CO2-Emissionen mit Kompensationsmaßnahmen ausgleichen." - Na, geht doch! Hoffen wir, dass sich diese Einstellung nun auch in anderen Industrieunternehmen durchsetzt. Bemerkenswert finde ich, dass das innerhalb von nur einem Jahr umzusetzen ist. Wo ein Wille - da ein Weg! [mc] 

Mutmacher 9 (9.5.19)
Vielleicht nur eine Randnotiz - aber für mich als Uniangestellten doch überraschend unerwartet, was soeben in meiner Mailbox landete: "Die Universität Stuttgart erarbeitet derzeit im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Mobilitätskonzepte für den emissionsfreien Campus“ des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg das Projekt „MobiLab - Mobility Living Lab - Campus University of Stuttgart-Vaihingen“. Das Ergebnis dieses Wettbewerbs soll ein zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept für den Universitätscampus Stuttgart-Vaihingen sein, das praktikabel, zuverlässig und für alle zugänglich ist." Na, da mach ich doch mit! [mc]

Mutmacher 8 (17.4.19)
Heute nach Feierabend noch mal eben schnell in den dm am Ostendplatz - Barrista Haferdrink mit Soja Milchersatz stand (immer noch) auf dem Einkaufszettel. Zweimal bin ich schon deswegen im dm vorbei, nie war der vegane Milchersatz da. So auch heute. Eine Verkäuferin sagte auf meine Frage, warum der Haferdrink noch immer nicht da sei: "Ja, dieser Milchersatz ist momentan so irre nachgefragt, dass wir entschieden haben, das Bestellvolumen aufzustocken. Heute morgen war noch welcher da ..."
Ein schönes Beispiel, wie man durch gezieltes Kaufverhalten auch das Sortiment von Geschäften verändern kann. Einen Mutmacher wert! 


Dienstag, 8. Oktober 2019

betrifft uns - Wie verändert der Klimawandel unseren Südwesten?

Eine Dokumentation, die man sich gern anschauen sollte: Die SWR Produktion "Der Klimacheck - Wie verändert sich die Natur" im Südwesten, schon jetzt, direkt vor unserer Haustür.

Quelle: SWR


"Der Klimawandel hat auch Auswirkungen im Südwesten. Die SWR Doku sucht Gewinner und Verlierer der Erderwärmung und zeigt Orte im Südwesten, wo der Klimawandel schon sichtbar ist."
90min nachdenklich machende Minuten, mit denen man wunderbar einen herbstlichen Abend gestalten kann!

[mc]

Freitag, 4. Oktober 2019

Das Klimaschutzkonzept der Diözese Rottenburg-Stuttgart


Die Diözese Rottenburg-Stuttgart bekräſtigt ihr „Ja“ zum Klimaschutz - hier das Vorwort des Bischofs Dr. Gebhard Fürst. Umfassende Informationen zum Konzept unseres Bistums finden sich hier.

Mit dem vorliegenden „Integrierten Klimaschutzkonzept“ will sich die Diözese Rottenburg-Stuttgart ihrer Verantwortung für das Leben und Überleben künftiger Generationen auf dieser Erde stellen. Dass sich die Diözese dem Klimaschutz widmet, ist nicht neu. „Zum Wohl der Schöpfung handeln“ und „Solidarität im globalen Horizontüben“ sind als Handlungsziele fest in unseren Pastoralen Prioritäten verankert. Bereits im Jahr 2002 wurde die erste Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bischofshauses installiert. Dies war die Initialzündung für die zahlreichen Initiativen und vielfältigen Projekte der Kirchengemeinden und kirchlichen Organisationen und Einrichtungen im Bereich des Klimaschutzes. Die Diözese Rottenburg-Stuttgart bündelt sämtliche Kräfte und Ressourcen für den Klimaschutzin einer umfassenden Klimainitiative, die sie seit 2007 der Öffentlichkeit vorgestellt hat. In den vergangenen 10 Jahren wurden viele Projekte kontinuierlich weiterentwickelt oder neu initiiert. So sind beispielsweise inzwischen alle Tagungshäuser der Diözese nach der europäischen EMAS-Norm zertifiziert. Alle zwei Jahre zeichnen wir besonders vorbildliche Umwelt- und Klima-Projekte mit dem Franziskuspreis aus, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Dass das Engagement für die Schöpfung nicht an den Grenzen der Diözese Rottenburg-Stuttgart Halt macht, zeigt unser Engagement im Rahmen der weltkirchlichen Arbeit. So ist die Diözese am Auf- und Ausbau des Erneuerbare-Energien-Zentrums „Mithradam“ im südindischen Bundesstaat Kerala beteiligt – einer der ersten Institutionen dieser Art in Indien, die ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben wird. Das vorliegende Klimaschutzkonzeptprofitiert in hohem Maße von der wertvollen Vorarbeit und den Erfahrungen in der Diözese nach 10 Jahren Klimainitiative.

Quelle: DRS

#vergebtuns - denn wir wissen doch, was wir tun

Ein Beitrag von "Katholische Kirche im Privatradio (KiP)" macht auf die Aktion #vergebtuns aufmerksam. Hört gerne mal hinein in das Gespräch von KiP-Radioredakteur Christian Turrey mit Sebastian Schmid, Referent für Jugendspiritualität im bischöflichen Jugendamt Wernau. Gerne verweisen wir auf den dortigen Aktionsblog.


Sebastian Schmid #vergebtuns
Quelle: KiP. Beitrag vom 7.7.2019


[mc]


Klimarettung durch Konsumverzicht oder Innovation?

Gerne verweisen wir auf den aktuellen Bericht im Tagesspiegel: Deutschlands führende Ökonomen fordern den Kosumverzicht. Dieser Bericht widerspricht der durch die Politiker oft vertretende Aussage, der Klimawandel sei durch die reine Innovationskraft ohne persönlichen Konsumverzicht zu erreicht. So etwas lässt sich politisch natürlich einfacher an die eigenen Wähler verkaufen:

„Wenn wir das Innovationstempo der vergangenen Jahre beibehalten, verfehlen wir die Klimaziele mit Sicherheit“, stellte Oliver Holtemöller vom Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Halle (IWH) klar. So zu tun, als könne man wirksamen Klimaschutz nur mit Innovationen erreichen, sei „sehr gefährlich“, weil dadurch der Druck für sofortige Neuerungen ausbleibe, so Holtemöller weiter. 

„Wir befinden uns in einem Zielkonflikt zwischen aktuellem Konsum und den Zukunftsmöglichkeiten“, führte Holtemöller aus. Wäre der CO2-Ausstoß egal, sei ein massives Wachstum ohne weiteres möglich. Doch das ginge auf Kosten nachfolgender Generationen.
 

„Es führt kein Weg daran vorbei, dass wir weniger Ressourcen verbrauchen müssen und Investitionen in Innovationen tätigen“, sagte Holtemöller. Beides ginge allerdings nur über Konsumverzicht, da bekannte Verhaltensweisen dann nicht mehr möglich wären. Für den IWH-Forscher bedeutet das: „Die Gesellschaft muss sich entscheiden, welchen Beitrag sie zu leisten bereit ist.“

Jeder ist gefordert - machen wir weiter also!

[mc]