Sonntag, 23. Februar 2020

Misereor Fastenkalender 2020

Der neue Misereor Fastenkalender ist da! In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Nachhaltigkeit und dem Bewahren von Gottes Schöpfung. Im Vorwort des Redaktionsteams zum Kalender steht geschrieben:

"In diesem Kalender möchten wir dir Anregungen für dein Zwiegespräch mit Gott während der Fastenzeit sowie Impulse, Tipps und Anregungen zum konkreten Handeln - besonders mit Blick auf die Bewahrung von Gottes Schöpfung. Außerdem möchten wir dir Wege zum Teilen, zur aktiven Nächstenliebe aufzeigen - hier vor Ort und in der ganzen Welt."

Misereor Fastenkalender 2020
Der Kalender liegt z.T. an den Schriftenständen von Kirchen aus oder kann über den Handel bezogen werden. Vielleicht ein guter (spiritueller) Impulsgeber für die Fastenzeit?

[mc]

Samstag, 15. Februar 2020

Plastikkrise - Maß statt Masse

.. so lautet die Titelstory der aktuellen Ausgabe des BUND Magazins 01/2020. Eröffnet wird der umfassende Beitrag mit einem eindrücklichen Bild aus der Hochebene von Marokko, das den vom Wind verstreuten Plastikmüll in einer fast menschenleeren Welt zeigt:

Plastikmüll in der Hochebene von Marokko, (c) BUND 01/2020
Wir empfehlen sehr das Studium dieses Beitrags und wollen hier nur schlagwortartig ein paar der bewegenden Fakten zitieren:
  • Fast die Hälfte alles jemals hergestellten Kunststoffs wurde seit 2000 produziert.
  • Über ein Drittel des hergestellten Plastiks entfällt auf kurzlebige Verpackungen (Nutzungsdauer maximal 1 Monat oder kürzer).
  • Erst 80 Jahre nach der Erfindung des Plastiks erkannte die Industrie in den 1950ger Jahren, dass sich durch Einwegverpackungen Lieferketten vereinfachen und Kosten sparen ließen. 
  • 1978 ersetzte Coca-Cola seine Glas- durch Einwegflaschen und leitete damit das Plastikzeitalter ein - die Wegwerfgesellschaft war geboren.
  • Bis heute landet der Großteil des Plastikmülls in der Umwelt oder einem Verbrennungsofen.
  • Deutschland gehört zu den fünf weltweit größten Exporteuren von Plastikmüll.
  • Nur 9 Prozent des seit 1950 weggeworfenen Kunststoffs wurden recycelt.

Donnerstag, 13. Februar 2020

Fastenaktion 2020 - klimafasten.de

Neue Fastenzeit, neue Klimafastenaktion?!

Nun jährt es sich bald zum ersten Mal, dass wir diesen Blog im Rahmen unserer Fastenaktion "40 Tage für die Welt" 2019 ins Leben gerufen haben. Und wir freuen uns sehr, dass es in diesem Jahr eine deutschlandweite Fastenaktion, gemeinsam organisiert von evangelischer und katholischer Kirche geben wird - und sogar unser Bistum Rottenburg-Stuttgart ist erstmal aktiv mit dabei!

So viel du brauchst .... klimafasten.de 
(c) klimafasten.de

Diese Aktion ist ein wenig anders organisiert als das, was wir vor einem Jahr hier probiert haben. Für jede Fastenwoche gibt es einen Themenschwerpunkt, zu dem konzentriert Informationen und Aktionen vorgestellt werden. Die Themen sind
  • Woche 1: CO2-Fußabdruck
  • Woche 2: Energie
  • Woche 3: Lebensmittelretten
  • Woche 4: Elektronik-Konsum
  • Woche 5: Mobilität und nachhaltiges Reisen
  • Woche 6: Plastikfreies Leben
  • Woche 7: Gemeinsame Veränderungen 
Sicher anders als vor einen Jahr bei uns, aber sicher auch gut für Mitmachaktionen, Vernetzung und Weiterempfehlen. Mit vielen Materialien und auch theologischen Impulsen. Schaut's euch an und seid dabei!

Vernetzung und Austausch erfolgt hier via instagram und facebook:
Es gibt bereits einiges an Materialien bis hin zu theologischen Impulsen (siehe https://www.klimafasten.de/material/download).


[mc]

... und sie bewegt sich doch?!

Drei Dinge, die wir in dieser Woche zum Thema "Schöpfung bewahren" in der katholischen Kirche aufgeschnappt haben:
  • Der Stadtdekanatsrat der katholischen Kirche Stuttgarts tagt am Dienstag, 11. Februar - Thema der Sitzung: Welchen Beitrag kann die katholische Kirche zum Thema Klimawandel und Umweltschutz in Stuttgart leisten. Was können Gemeinden und Einrichtungen zum Umweltschutz beitragen? Wir sind auf die Ergebnisse gespannt!
  • Das Bistum Rottenburg-Stuttgart beteiligt sich erstmals an der Aktion klimafasten.de - die deutschlandweit und konfessionsübergreifend für die diesjährige Fastenzeit organisiert wurde. "Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit tut Leib und Seele gut: Spüren und erleben, was ich wirklich brauche was wichtig ist für ein gutes Leben im Einklang mit der Schöpfung.
        Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit lässt Herz, Hand und Verstand anders und achtsamer mit der Schöpfung und den Mitgeschöpfen umgehen.
        Fasten für Klimaschutz und Klimagerechtigkeit weitet den Blick, bereitet auf Ostern vor, verändert mich und die Welt." Wer ist mit dabei?!
  • Und zu guter Letzt: Bischof Dr. Gebhard Fürst begrüßt im Schreiben  „Querida Amazonia“ von Past Franziskus seinen Einsatz für den Erhalt der Schöpfung. "Er stimme mit dem päpstlichen Schreiben weiter dahingehend überein, dass das Gleichgewicht unseres Planeten auch von der Gesundheit Amazoniens abhängt und es ein Regelwerk braucht, das den Schutz dieses Ökosystems sichert. Richtig sei, dass die Aufmerksamkeit der Kirche für die Probleme dieser Region auch andere bei ihren eigenen Herausforderungen inspirieren müsse. In dem apostolische Schreiben sieht Fürst zudem eine Bestätigung der seit rund eineinhalb Jahrzehnten laufenden Aktivitäten in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zum Klima- und Artenschutz, mit denen die vollständige Klimaneutralität im Zuständigkeitsbereich der württembergischen Diözese bis ins Jahr 2050 erreicht sein soll. Es gehe darum, den dramatischen Konsequenzen des Klimawandels zu begegnen. Hierin liege die zentrale Herausforderung unserer Zeit, betont der Bischof." Zum weiteren Lesen hier und hier, unter anderem auch zum Thema der Weihe verheirateter Männer zu Priestern und der Rolle der Frau - ein anderes, viele bewegendes Thema ...
Etwas tut sich doch ... das motiviert und regt zum Weitermachen an!


[mc]

Sonntag, 19. Januar 2020

Rezo

Sein Name war in aller Munde: Rezo.
Mit "Zerstörung der CDU" hat er hohe Wellen geschlagen.

Jetzt legt er nach: "Rezo stört" ist eine Kolumne von Zeit online. Vieles bringt er auf den Punkt und er hat eine sehr klare, differenzierte Sicht auf die Dinge.

In "Traue dich, o Christenheit" zeigt er, wie große Schritte die christlichen Kirchen machen, um sich dem Klimawandel entgegenzustellen - und wie wenig die Forderungen von der breiten Öffentlichkeit, aber auch von den Christen selber wahrgenommen und umgesetzt werden.

Zitat Rezo: "Ich bin zwar kein Apostel, aber dennoch bin ich mir ziemlich sicher, dass Jesus es gutheißen würde, wenn Christen ihre Kritik an der Politik und den Feinden der Schöpfung lauter äußern, auf mehr Demos gehen und vehement an die christlichen Standpunkte erinnern, bis wir es alle mitbekommen haben."

Ein absolut lesenswerter Text! 


[cc]

Sonntag, 8. Dezember 2019

Advent: Zeit der Besinnlichkeit - oder alternativer Lebensentwurf?!!

Ein Impuls nur, zum heutigen Tagesevangelium zum 2. Advent (Matthäus 3, 1-12), entnommen aus dem Te Deum, Geistlichen Tagesimpuls der Benediktinerabtei Maria Laach:

Johannes der Täufer ist einer, an dem sich die Geister scheiden. Als typischer Vertreter eines asketischen Ideals (Armut, Demut, Keuschheit) führt er ein einfaches Leben. Aber das ist alles andere als leicht. Sein Lebensstil provoziert und kritisiert all jene, die gerne ein »normales« Leben führen. Johannes zeigt leibhaftig eine radikal andere Lebensmöglichkeit. Diese steht nicht im Dienst von »Selbstoptimierung« und »Genussmaximierung«. Im Zentrum seines Lebensentwurfes steht ein Gott, der offenbar fest entschlossen ist, seine Herrschaft unter den Menschen endgültig zu errichten. Das zieht Konsequenzen nach sich. Und genau darüber müssen sich die Menschen im Klaren sein. Ein »normales« Leben, wie Frau und Mann es bisher gewohnt waren, wird es definitiv nicht mehr geben. Das macht erst mal Angst! Ihnen auch? Oder nicht? Nota bene: Advent heißt nicht nur: »Uns ist ein Kind geboren …«, sondern auch: Mit ihm kommt ein alternativer Lebens-Entwurf auf uns zu.


[mc]



Dienstag, 26. November 2019

Schüttgut everywhere?!

Hit-Markt im Dorotheenquartier hat Schüttgutware!



Wer es eigentlich für plastikfreie Verpackung - so wie ich -  nie bis in den Westen zum "richtigen" Schüttgutladen schafft, eine kleine Alternative für Müsli, Trockenfrüchte, Reis, Nudeln und Getreide ist doch - man höre und staune - der "Hit"-Supermarkt im Untergeschoss in der Karlstraße 8 im Dorotheenquartier. Da hole ich zur Zeit Nudeln, Studentenfutter und Haferflocken und habe nur eine Papiertüte als Müll, die ich natürlich auch noch weiterverwenden kann. Obwohl der Rest des Ladens natürlich den üblichen in Plastik abgepackten Supermarktkram verkauft, das tut dann fast schon wieder weh...


[bm]