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Freitag, 28. Februar 2020

Shopping-Queen - Kalt erwischt!

(c) Vox

Kalt erwischt!

Neulich erzählte mir eine Freundin, dass sie sich erst einmal einen Konsumstopp auferlegt hat.

Und tatsächlich: Mein schlechtes Gewissen hat sich umgehend gemeldet. Zwar shoppe ich, so denke ich, schon in Maßen, aber mit jeder neuen Jahreszeit juckt es wieder in den Fingern. Und das trotz eines recht gut gefüllten Kleiderschranks.
Da muss doch etwas zu machen sein ...

Das Nachdenken allein hat schon viel gebracht. Kann ich meine Shoppinglust nicht auch anderweitig austoben? - Yes, I can!
Mein Lieblingsladen in Stuttgart ist nach wie vor Speick, dort gibt es nur Verbrauchsgüter - und da kann ich nach Herzenslust zugreifen!
Und wie ist es mit Produkten, die schon existieren, die jemand anders aber nicht mehr braucht? Auch das ist eine gute Möglichkeit, meinen Fußabdruck zu verkleinern.
Und die Suche nach nach neuen Produkten, die keine schlechte Ökobilanz haben?
Das ist das Feld, wo ich mich sicher noch eine Weile austoben kann. Wegen der zeitlichen Einschränkungen muss da leider dann doch einiges über das Internet laufen (ja, auch das Thema steht sicher mal irgendwann an ...). Und auch auf die Paketpost kann ich dabei nicht verzichten.
Eine Firma ist mir gleich ins Auge gestochen:
Grüne Bude. Schöne und nützliche Dinge für den täglichen Bedarf. Das erste Paket kam extrem kompakt verpackt, teilweise werden Kartons erneut verwendet, das Klebeband ist ökologisch. Eine schöne Sache - ich werde sicher wieder dort bestellen. Vor allem die nach Bedarf gepackten losen Güter wie Natron, Waschsoda etc. finde ich klasse.
Und wie ist es mit der Mode? Faire und gute Kleidung bekommt man auch vor Ort, neu oder gebraucht. Da werde ich mich bei Gelegenheit mal auf Entdeckungsreise begeben und die gewohnten Pfade verlassen.
Hat jemand heiße Tipps?                                                                                                


[cc]


Montag, 24. Februar 2020

"Fastenorgien"

Hier ein aktueller Kommentar zur Fastenzeit, vom Umweltredakteur der Stuttgarter Zeitung Klaus Zintz, den wir auch schon mal für einen Vortrag einladen konnten - man könnte auch schreiben: "Übung macht den Meister"!

"Nun steht sie uns wieder bevor, die schreckliche Fastenzeit. Auf was wir da nicht alles verzichten sollen: Täglich werden derzeit neue Vorschläge gemacht, von allen möglichen Organisation. So genügt es nicht mehr, weniger zu Essen oder auf Genussmittel wie Alkohol und Tabak ganz zu verzichten. Nein, nun sind auch Autofasten, Klimafasten, Handyfasten, Plastikfasten und was es sonst noch an Verzichtmöglichkeiten gibt, modern. Übrigens beginnt der Aufruf zum Verzicht mancherorts schon vor der Fastenzeit – etwa, wenn das Werfen von Konfetti bei Faschingsumzügen verboten wird. Immerhin sind Bonbons noch erlaubt. Das heißt natürlich nicht, dass solche Verzichtaktionen keinen Sinn hätten. Wenn zum Beispiel Umweltschützer in diesen Tagen dazu aufrufen, weniger Verpackungsmüll zu produzieren, ist das zweifellos für die Umwelt förderlich. Und die Hoffnung ist nicht unberechtigt, dass die vorübergehende Plastikfasterei dann zu einer Dauereinrichtung im Alltag wird."

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 24.02.2020

[mc]

Dienstag, 9. April 2019

"Flucht in der Karibik"

"Klimafasten ist doch nur etwas für Spinner."

"Ein warmer Sommer und ein milder Winter sind doch wunderbar. Was habt ihr dagegen?"

Ja, es ist schon richtig: Wirklich betroffen sind wir nicht auf unserer Scholle namens Deutschland. Gut, das mit dem Skifahren klappt nicht mehr so richtig, aber es gibt ja tolle Schneekanonen, die das Ganze schon richten. Und gegen heiße Sommertage schafft man sich Klimaanlagen an, als Ausgleich für die Heizung, die man ja nicht mehr so oft braucht. Alles gut also?

Für die mag das in Ordnung gehen, die sich wie kleine Kinder verhalten wollen, die das Gefühl haben, dass man sie nicht sieht, wenn sie sich die Hände vor die Augen halten. Der Pferdefuß unserer vernetzten Welt ist aber, dass das nicht funktioniert. Wir bekommen auch die Informationen aus anderen Weltteilen, die uns erschrecken, im besten Fall auch aufrütteln. Überschwemmungen, Dürren, Brände - viele Probleme sind hausgemacht - auch von uns, die das aber (noch) kaum betrifft.

Ein Artikel aus dem Tagesspiegel, den ich heute zufällig gelesen habe, beschäftigt sich mit einer Insel, die noch im 21. Jahrhundert verschwinden wird. Das Problem ist wieder mal weit weg, zeigt uns aber, was auch bei uns in Zukunft passieren wird.

Also, liebe Klimafaster: Herzlichen Glückwunsch, dass ihr in der Lage seid, die Zeichen der Zeit zu sehen und dass ihr einen Beitrag zum Erhalt unserer Schöpfung leistet!

Mittwoch, 27. März 2019

Fastenessen

Am Sonntag, 7.4.2019 treffen wir uns nach dem (Familien-)Gottesdienst in Herz Jesu (Gottesdienstbeginn um 10:45 h) ab ca. 12:00 h im Gemeindezentrum der Herz Jesu Gemeinde (Schurwaldstr. 3, Stuttgart-Ost) zum Fastenessen (Anmeldung bitte rechtzeitig bis 1.4. unter HerzJesu.Stuttgart-Ost@drs.de). Es wird eine vegane Gemüsesuppe mit Brot gereicht werden. Spezielle Einladung ergeht auch an alle Familien, die gern mit ihren Kindern kommen sollen. Die Veranstaltung wird vom AK Treffpunkt Familie Herz Jesu organisiert.

Was hat es mit der Tradition dieser Fastenessen bzw. Fastenspeisen eigentlich auf sich? Dazu verweisen wir auf diesen Beitrag von Vivat, den wir in Auszügen hier zitieren: "Im Lauf der Geschichte des Christentums haben sich die Regeln und Verbote zur Fastenzeit immer wieder geändert. So legte Papst Gregor I. im Jahr 590 fest, dass in der Fastenzeit vor Ostern der Verzehr von warmblütigen Tieren verboten ist. Auch andere tierische Produkte wie Eier, Milch, Butter und Käse sowie Alkohol standen auf der Verbotsliste. Außerdem war nur eine Mahlzeit am Tag erlaubt. Diese Fastenregeln hatten über mehrere Jahrhunderte Bestand, bis sie Mitte des 16. Jahrhunderts von Papst Julius III. gelockert wurden und nur noch auf Fleisch verzichtet werden sollte. Fisch, Mehlspeisen und viel vegetarische Kost standen fortan auf den Speisezetteln. (Anm.: ein klassisches, religiös motiviertes Klimafasten also!)

Dienstag, 5. März 2019

Wir sind nicht allein!

Auch der BUND Kreisverband Stuttgart und eine Initiativgruppe #bitteohneplastik mit vielen Beteiligten (u.a. Repair Café Stuttgart) haben die Fastenzeit zum Anlass genommen ihrerseits zum Klimafasten und Plastikverzicht aufzurufen. Die Aktionen laufen im Wesentlichen online, der Austausch findet in Internetforen statt. 
Auf beide Aktionen, u.a. die täglichen Impulse dort, sei hier herzlich hingewiesen. Es finden sich tolle Anregungen und vor allem auch auf den Seiten des BUND viele weitere Hintergrundinformationen zu den Themen Mobilität, Ernährung, Plastik, Strom, Wohnen, Konsum