Donnerstag, 25. April 2019

Nachhaltig leben kann Spaß machen ...

.. so lautet der Titel der aktuellen Serie in der Stuttgarter Zeitung, in der es speziell um "praktischen Klimaschutz" geht - genau unser Thema. Heute gab es im Rahmen der Serie einen "Erfahrungsbericht" über verpackungsfreies Einkaufen in regulären Geschäften und an Marktständen. Das hat mich so begeistert, dass ich das gern auch hier im Blog mitteilen möchte, auch wenn wir eigentlich nach den "aktiven" 40 Tagen den Blog nicht mehr bestücken wollten. Aber diese Serie ist definitiv einen Eintrag wert!

Einziges Problem: Die Beiträge sind leider nur im kostenpflichtigen online Angebot der StZ abrufbar, siehe hier:

Sonntag, 21. April 2019

Nur ein (Oster-)Bild ...

Turmkreuz St. Konrad              (Bild: Michael Heil)
 Christ ist erstanden
 von der Marter alle.
 Des solln wir alle froh sein;
 Christ will unser Trost sein.
 Kyrieleis.

 Wär er nicht erstanden,
 so wär die Welt vergangen.
 Seit dass er erstanden ist,
 so freut sich alles, was da ist.
 Kyrieleis.

 Halleluja,
 Halleluja,
 Halleluja.
 Des solln wir alle froh sein;
 Christ will unser Trost sein.
 Kyrieleis. 

PS: Für theologisch interessierte Leser verweisen wir gern auch auf den Predigtblog von Pfarrer Anton Seeberger (St. Konrad, Stuttgart) auch mit den Predigten zum diesjährigen Osterfest.

Samstag, 20. April 2019

40 - der letzte Tag

Tag 40, letzter Fastentag und damit auch letzter Tag unserer Aktion "40 Tage für die Welt".

Vielleicht ein guter Zeitpunkt für ein kleines persönliches Fazit?
Wie fühle ich mich am Ende dieser Aktion? Ist es mir gelungen, all die Vorsätze, die ich gefasst habe, umzusetzen - ganz oder teilweise? Was hat mich am meisten bewegt und vielleicht auch verändert? Was bleibt über die Fastenzeit hinaus?  Kann und soll es weitergehen?

Eine Rückmeldung von euch würde uns sehr interessieren. Gerne per Kommentarfunktion.

Freitag, 19. April 2019

Nach-Denk-Wort zur Urlaubsplanung

Ein paar persönliche Gedanken von unserer Reiseexpertin Theresa,  was die Urlaubsplanung und vor allem Flugreisen betrifft. Jetzt an Ostern denkt der ein oder die andere vielleicht an Urlaubsplanung? Passt auch gut zu den Gedanken von gestern ...


"Ich wurde gefragt, was ich davon halte bei Flugreisen einen gewissen Obolus zu zahlen, mit dem Projekte unterstützt werden, die den CO2-Ausstoß, den ich durch beispielsweise Flugreisen verursacht habe, zu kompensieren?  Ich finde es generell gut, wenn Projekte zu erneuerbaren Energien oder Umweltbildung unterstützt werden. Dennoch riechen für mich finanzielle Kompensationen von CO2 eher nach einer „Gewissens-Wäsche“. Wenn ich nach Argentinien fliege und vermutlich auch wieder zurückkommen möchte, dann werden dafür laut atmosfair knapp 10.000 kg CO2  ausgestoßen. (https://www.atmosfair.de/de/kompensieren/flug). 


Ebenso laut atmosfair beträgt die Menge an CO2-Emission, die eine Person verursachen darf ohne dass es dem Klima schadet rund 2.300 kg pro Jahr. Das bedeutet für mich, dass ich nach einer Argentinienflugreise 4,3 Jahre kein C02 mehr ausstoßen darf um wieder C02-neutral zu sein. Das werde ich nicht schaffen, auch wenn ich dafür 250 € zahle. Deshalb ziehe ich die Konsequenz daraus, nicht mehr zu fliegen. 

Was aber wenn ich das Gefühl habe, dass die Gesellschaft, die Arbeit, die Schulklasse dazu zwingt? Ich denke spätestens hier wird es Zeit sich damit auseinanderzusetzen, zu was ich tatsächlich gezwungen bin und was ich doch freiwillig mache. Will ich für einen Arbeitgeber arbeiten, der mich unter Druck setzt, das Flugzeug zu verwenden, wenn es eigentlich nicht meiner Überzeugung entspricht? Gäbe es nicht einen anderen Job den ich machen könnte? Finden mich meine Freunde nicht mehr cool, wenn ich nicht zum Austausch nach Amerika gehe, wie „man“ das heutzutage macht?


Nun gut, aber manchmal will man ja auch fliegen. Ich habe Freunde auf Teneriffa und ich freue mich sehr darauf sie nächstes Jahr wieder besuchen zu gehen. Ich werde fliegen. 1.486 Kg C02.  So viel, wie ich etwa in 7 Monaten verursachen dürfte. Wie werde ich das kompensieren? Vielleicht werde ich meinen Konsum von tierischen Lebensmitteln noch stärker einschränken oder nur noch Lebensmittel die in Baden-Württemberg produziert wurden essen? Auf Kaffee verzichten?  Vielleicht werde ich ein Jahr lang kein Auto betreten? Vielleicht werde ich die kommenden Jahre gar nicht in Urlaub gehen? 

Alle diese Entscheidungen betreffen auch meine engste Familie. Wir werden also gemeinsam eine Lösung finden.  CO2-Ausstoß finanziell zu kompensieren ist sicherlich eine Möglichkeit, aber garantiert nicht die einzige."

Donnerstag, 18. April 2019

Flugscham - Plastikscham?

Was haben wir nicht schon alles für Informationen bekommen. Vieles läuft falsch, bei uns, bei anderen, in der Politik.
Es ist einfach zum Verzweifeln.
Ist es wirklich zum Verzweifeln?
Zumindest machen sich immer mehr Menschen auf den Weg. Mobilität, Ernährung, Umwelt sind Themen, die immer weiter ins Bewusstsein rücken.
Müssen wir uns schämen, wenn wir doch wieder eine Plastiktüte verwenden oder es unser Libeblingsgebäck nicht unverpackt gibt, wir aber nicht darauf verzichten wollen?
Wie sieht es mit der überflüssigen Mobilität aus - der Flug in den Urlaub, die Autofahrt zum Wochenendausflug - sind auch das Dinge, die bei uns ein schlechtes Gewissen hervorrufen sollten?

Ich denke, dass ein "reines" Gewissen nicht gut ist. Es führt dazu, dass man bequem wird, sich nicht weiter verbessern will. Und weiter verbessern möchte ich mich auf jeden Fall! Von daher ist es sicher gut und hilfreich, wenn mich manchmal das "schlechte Gewissen" drückt und mich so auffordert, neu zu denken, andere Wege zu suchen, Lösungen zu finden. Es läuft vieles falsch, aber eben auch einiges richtig - und diesen Weg möchte ich weitergehen, aus "einiges" eben "mehr" machen.

(c) Anne-Marie Bonneau, zerowastechef.com
Mit einem ähnlichen Thema befasst sich Hatice Akyün im Tagesspiegel: "Von kollektiver Scham und eigener Verantwortung" - Urlaub in Zeiten des Klimawandels.

Auch in der Stuttgarter Zeitung findet sich heute (18.04.) ein Kommentar von Andreas Müller: "Ohne Flugscham" auf Seite 3. Die Stoßrichtung ist etwas anders, die Schweden mit ihrer "Flugscham" werden als Vorbild gesehen - Flugscham als Motor, Antrieb zur Veränderung. Dieser Artikel ist leider noch nicht online.

Fein(es) Waschmittel

Im Gespräch mit unserem Pfarrer kam neulich die Frage nach plastikverpackungsfreiem Feinwaschmittel auf. Die konnte ich natürlich auch nicht beantworten - außer, dass ich von Efeu und Kastanien als Waschmittelalternative schon mal gehört hatte - aber ob das nun für Feinwäsche geeignet ist?

(c) smarticular.net

Yvonne von unserem "Kompetenzteam" konnte aber wie folgt weiterhelfen:

Ich würde ich ehrlich gesagt auf Efeu oder Kastanien zurückgreifen, die sind ja sehr sanft! Zum Kaufen: https://shop.villalavanda.de/wäsche-geschirr/
Zum Selbermachen: www.smarticular.net/tolles-fein-und-wollwaschmittel-oekologisch-preiswert-selbst-gemacht/amp/Hier kann man den Brennspiritus sicher auch weglassen, und stattdessen einfach ein wenig Kernseife ins Fach raspeln.

Ach ja, und im Unverpacktladen gibt es doch Waschmittel zum selbst abfüllen?
 
Wer hat so etwas schon mal selber ausprobiert? Auf ans Kommentieren!

Dienstag, 16. April 2019

Ecosia - eine Suchmaschine, die Bäume pflanzt

Manchmal ist es doch ganz schön, wenn man Kinder hat, die "up-to-date" sind. So fragte unser Sohn neulich beim Blick auf meinen Bildschirm, ob ich denn noch nicht die Suchmaschine von Ecosia nutze.

Ecosia?

Ecosia lässt Bäume pflanzen, und zwar bei jedem 7. Suchvorgang einen. Eine Zählmschine läuft und zählt die von Ecosia-Nutzern "gepflanzten" Bäume. Laut Zählstand sind es mittlerweile fast 55 Mio Bäume. Das finden wir gut und haben uns gleich in die Zahl der Nutzer eingereiht. Diese Woche haben wir also schon etliche Bäume gepflanzt, und das ganz ohne Muskelkater!

Der Tipp kam übrigens aus einer Umweltsitzung der Schule. Es ist doch toll, wenn unsere Kinder auch so etwas lernen ....