Freitag, 7. Juni 2019

Tipps für nachhaltigeres Leben

Gerne verweisen wir auf diese Tipps, die wir beim Cleanup Network gefunden haben. Beachtet auch deren Webseiten und vor allem den dortigen Blog.
  1. Kaufe Produkte möglichst unverpackt (Gemüse, Obst, Nüsse, Nudeln etc.).
  2. Koche mit frischen saisonalen und regionalen Zutaten.
  3. Iss so selten wie möglich Fleisch.
  4. Fahre weniger Auto und mehr Fahrrad oder ÖPNV.
  5. Kaufe hochwertige und nachhaltige Kleidung und dafür nicht so viele Teile.
  6. Nutze die öffentlichen Verkehrsmittel.
  7. Nutze Mehrwegprodukte statt Einwegprodukte.
  8. Stelle Alltagsprodukte selbst her. (Deo, Waschmittel, Putzmittel, Pflegeartigel)
  9. Als Raucher: nutze einen Taschenascher.
  10. Versuche, Produkte so lang wie möglich zu benutzen. (Vor allem alles, was aus Plastik besteht, damit es nicht zu Müll wird – Stichwort Upcycling, Downcycling, Recycling)
  11. Fliegen sollte man nur, wenn es nicht anders geht.

[mc]

Mittwoch, 5. Juni 2019

Warum in die Ferne schweifen ...

Vor ein paar Tagen erhielten wir einen Kommentar zu einem unserer früheren Blogbeiträge. Diesen Kommentar möchten wir hier gern auch als eigenen Post bringen, damit er mehr Aufmerksamkeit bekommt. Ein unbekannter Weltretter schreibt zum Thema Klassenfahrten folgenden bemerkenswerten Beitrag - danke für diese Zeilen!

Klassenfahrten & Studienreisen 

Unwillen bei meiner Tochter über die anvisierte Studienfahrt: erhofft war Island, es wurde das Ruhrgebiet - passend zum Unterrichtsfach wäre beides gewesen. Ein Jahr später radeln wir durch das Ruhrgebiet, auf den Spuren der Studienreise. Unsere Tochter zeigt uns die Highlights der Fahrt ihres Kurses. 

Der Faktor "Glamour", der mit einer Islandreise um so vieles größer schien, lässt sich auch mit einer Reise mit der Deutschen Bahn erleben, allemal bietet dieses Unternehmen bei jeder dritten Reise ein Entschleunigungserlebnis zuschlagsfrei an. Die begleitende Lehrerin war sich von Anfang an sicher, das auch so eine Studienreise - nicht London, Rom, Barcelona etc. - in der Erinnerung der Schülerinnen und Schüler positiv besetzt wird. Ähnliches hatte auch mein Sohn erfahren, als er eben nicht nach dem Abitur die mittlerweile so obligate Postabiturflugreise buchte, sondern die Alpen überquerte.

Auch will ich von einem Lehrer erzählen, der ebenfalls darauf verzichtet, eine Klassenfahrt nach Martinique, Madrid oder London anzubieten. Stattdessen gab es eine Albüberquerung und naturkundlich aufbereitete Wanderung zum Bodensee. Anfangs waren sowohl Eltern aber vor allem auch Schüler skeptisch. Wandern, Anreise mit dem Nahverkehr, Schlafen in Vereinsheimen und Gemeindesälen auf Feldbetten, geht's noch?

Dann wurde diese Schulaktivität anderer Art ein jahrelanger Hit, Ausdehnung auf die Sommerferien - es braucht seine Zeit, bis zum Bodensee zu laufen und unterwegs mitzunehmen, was da blüht...

Wir werden uns einfach damit abfinden müssen, dass uneingeschränkte Mobilität und Klimaschutz sich ausschließen und Schulen können da klare Linien vorgeben, Kante zeigen. Dafür wird man - im Nachgang - mitunter doch geschätzt. 

" ... Und der ist nicht frei, der da will tun können, was er will, sondern der ist frei, der da wollen kann, was er soll...." Matthias Claudius: An meinen Sohn Johannes

Mobilitätsverzicht, wenn man es so nennen will, kann da durchaus auch mit Spaß, mit Neugierde, mit prallem Leben gefüllt sein!


[mc]

Dienstag, 4. Juni 2019

Raupe Immersatt - Erstes Stuttgarter Foodsharing Café

Nun ist sie da - die Raupe Immersatt, das erste Stuttgarter Foodsharing Café.


Am Donnerstag, 6. Juni, ab 17 Uhr kann das neue Café in der Johannesstraße 97, 70176 Stuttgart (am Hölderlinplatz) besucht werden.

Foodsharing ist eine seit 3 Jahren deutschlandweit aktive Bewegung, die sich gegen die Lebensmittelverschwendung wendet. Vor dem Wegwerfen gerettete Lebensmittel werden an sogenannten Fairteiler-Stationen kostenlos zur eigenen Verwendung weitergegeben. Auch in Stuttgart gibt es viele solcher Fairteiler. Mit dem neuen Café ist nun eine solche Fairteiler-Stationen in einem Café integriert.

Besucht es, sagt es weiter und teilt gern auch eure Erfahrungen und Eindrücke hier!

[mc]

Sonntag, 2. Juni 2019

Cleanup Stuttgart - oder: Schwäbische Putzete 2.0?!

In der Bahnsteigunterführung des Cannstatter Bahnhofs hängen aktuell große Plakate des Cleanup Netzwerks Stuttgart, auf das wir hier gern hinweisen möchten. Diese Plakate thematisieren das Problem der To-Go-Kultur und der achtlos entsorgten Zigarettenkippen. Weitere Informationen dazu finden sich auch hier bzw. hier.

Plakataktion Cleanup Netzwerk Stuttgart im Cannstatter Bahnhof
Das Cleanup Netzwerk ist eine Stuttgarter Initiative, die mittlerweile deutschlandweit aktiv ist. Die "schwäbische Putzete" wird also berühmt! Cleanup definiert sich selbst wie folgt:

"Cleanup" steht für Umsicht für seine Umgebung. Wir wohnen hier und wir wollen einen Teil dazu beitragen, die Umwelt nachhaltig zu schützen. Man kann lange darüber debattieren, was man alles machen könnte. Das einfachste und naheliegenste ist es jedoch, den Müll einfach aufzuheben bzw. gar nicht erst zu produzieren. Wir sensibilisieren unsere Mitmenschen und freuen uns über jeden, der beim Vorbeilaufen an einer Plastiktüte diese in Zukunft entsorgt und nicht wie bisher daran vorbeiläuft. Wir organisieren hier immer wieder Cleanup-Events und freuen uns über mehr Menschen, die helfen. Ganz nebenbei macht das unheimlich Spaß. (Quelle: Facebook)

[mc]

Samstag, 1. Juni 2019

Stuttgarter Biobauern

Die Stuttgarter Zeitung stellt in ihrer Ausgabe vom 31.05. vier Biobauern aus der Region vor. Der Artikel ist im kostenpflichtigen Angebot der StZ lesbar.
Wir haben euch hier die Betriebe und weitere Infos dazu nochmal zusammengestellt:
  • Biofrucht Ortlieb, Uhlbacher Str. 201, Stuttgart-Uhlbach. Hier kann man sich auch eine eigene Biokiste regelmäßig liefern lassen. 
  • Reyerhof, Unteraicher Str. 8 70567 Stuttgart-Möhringen. Dieser Hof verfolgt das Konzept der solidarischen Landwirtschaft, wir hatten im Rahmen dieses Blogs schon mal kurz darüber geschrieben.
  • Bauer Klaus Brodbeck, Lohäckerstraße 18, 70567 Stuttgart-Möhringen
  • Hof Sperling, Hofsträßle 40, 70378 Stuttgart-Mühlhausen. Besonderheit: der 24-Stunden-Hofladen mit verschiedenen kühlenden Verkaufsautomaten. 
  • Hof am Eichenhain,  Familie Wais, Eichenparkstr. 2, 70619 Stuttgart
  • Haldenhof, Fam. Mayer, Halden Gewann 1, Stuttgart-Plieningen. Hofladenverkauf Di & Fr nachmittags, die Stuttgarter Zeitung hat über diesen Hof auch schon mal berichtet.
Probiert es gern aus und berichtet uns!

[mc]

Dienstag, 28. Mai 2019

Kulturinsel Stuttgart

Vielleicht ein wenig off-topic, vielleicht aber auch nicht. Gerade darauf gestoßen worden. Die Kulturinsel Stuttgart, in Bad Cannstatt auf dem ehemaligen Güterbahnhofareal. Zwischen Stadtarchiv und altem Zollamt.

"Die Kulturinsel Stuttgart ist ein einzigartiger Ort in Bad Cannstatt und ganz Stuttgart. Sie befindet sich auf dem Gelände eines ehemaligen Güterbahnhofs und birgt zusammen mit dem Urban Gardening Projekt Inselgrün eine der wenigen übrig gebliebenen Subkultur-Oasen der Stadt. Seit 2012 wächst hier ein unvergleichlicher Raum für Kunst, Kultur, Begegnung und Vernetzung."

Einen Besuch wert?! Am Donnerstag 30.5. ist ab 14 Uhr "Entdecke die Kulturinsel #5" Aktionstag.

(c) Kulturinsel Stuttgart

[mc]

Unkommentiertes Zitat im Nachgang des Wahlsonntags ..., Filmtipp und Parabel

"Wir konnten beim Thema Klimaschutz nicht die richtigen Antworten geben, obwohl die Bewahrung der Schöpfung zur DNA der CDU gehört" - Saarlands Ministerpräsident Hans in einem Interview mit der "Rheinischen Post".

[mc]

Dazu passt vielleicht ein Film, und zwar ein sehr alter, auf den ich gestoßen bin:

https://www.youtube.com/watch?v=CKlMvNUJlJc
https://www.youtube.com/watch?v=gnzOXnWkKzo


Hoimar von Ditfuhrt erklärt bereits 1978 (!), was es zu beachten gibt und welche Zusammenhänge er bei einer Erderwärmung sieht. Das wäre viel Zeit gewesen, um richtige Antworten zu finden. Wie lange will man noch warten?

In diesem Zusammenhang eine schöne Parabel von Gunter Kunert: Sintflut

» Die Sintflut beginnt unmerklich. Vorerst steigen die Flüsse um wenige Zentimeter. Es regnet nicht einmal häufiger als sonst, aber anhaltender. Und es dauert länger als nach früheren Güssen, bis das Wasser wegsickert. Eines Tages verrinnt es gar nicht mehr, und die kleinen Pfützen bleiben stehen. Die Industrie wird mehr Regenschirme herstellen, mehr Gummistiefel, doch das sind die einzigen Maßnahmen, die man trifft. Ein paar Wetterkundler weisen auf Merkwürdigkeiten im Wetterablauf hin, nur versteht ihre wissenschaftliche Sprache kein Mensch, und ihre Entdeckung wird sofort wieder vergessen.